Gartenordnung

INHALT

  1. PACHT
    • Pachtzins
    • Pachtdauer
    • Kündigung
      • Kündigungsgrund
      • Kurzfristige
      • Fristlose
  2. ANTRITT UND ABGABE
    • Antritt
    • Entschädigung
    • Abgabe
  3. VEREINS-MITGLIEDSCHAFT
    • Mitgliedschaft
    • Mitgliederbeitrag
  4. UNTERPACHT UND ABTRETUNG
    • Unterpacht
    • Abtretung an Dritte
  5. VERSCHIEDENES
    • Adressänderungen
    • Weisungen
    • Regiearbeiten
    • Einzäunung
    • Tierhaltung
    • Ertragseinbusse
  6. BAUTEN
    • Bauten
  7. BEWIRTSCHAFTUNG
    • Instandhaltung
    • Düngung
    • Torf
    • Pflanzenschutz
    • Unkrautvertilgung
    • Abfallverbrennung
    • Wasserverbrauch
  8. LÄRMBEGRENZUNG
    • Sonn- und Feiertagsarbeit
    • Lärmverursachende
  9. VERTRAGSÄNDERUNGEN & ERGÄNZUNGEN
    • ÄNDERUNGEN

 

 


 

1. PACHT

1.1 Pachtzins

Der Pachtzins bezieht sich auf die Pachtparzelle. Sämtliche Zusatzleistungen, wie Wasser, Abwasser, Versicherungen (inkl. Hagelversicherung), Abfuhren (Mulden, Entsorgung) etc. gehen anteilmässig zu Lasten des Pächters.

1.2. Pachtdauer

Die Pachtdauer ist unbestimmt.

1.3. Kündigung

Das Pachtverhältnis kann beidseitig unter Einhaltung einer zwei- monatigen Kündigungsfrist jeweils bis 31. August auf den 31. Oktober gekündigt werden. In Ausnahmefällen nach Rücksprache mit dem Vorstand.

Kündigungsgrund:

Die Kündigung des Pachtvertrages bedarf von Seiten des Pächters keiner Begründung.

Die Kündigung durch den Verpächter erfolgt nach erfolgloser schriftlicher Mahnung insbesondere bei:

Kurzfristige

Bedingt durch schwere Krankheit des Pächters, Tod oder Kündigung Wegzug ist eine ausserordentliche Kündigung möglich.

Notwendige Aufwendungen zur Weitervermittlung der Parzelle gehen zu Lasten des Pächters.

Fristlose

Macht das Verhalten eines Pächters die Aufrechterhaltung Kündigungseines Pachtverhältnisses für andere Pächter oder für den Verpächter unzumutbar, kann die fristlose Kündigung ausgesprochen werden. Unzumutbar wird das Pachtverhältnis bei schwerwiegenden Verfehlungen, wie nachgewiesener Diebstahl im Gartenareal, jeder Form von Tätlichkeiten oder übler Beschimpfung, Nichtbearbeitung des Gartens während der Vegetationszeit von über zwei Monaten. Die Kündigung muss durch Mehrheitsbeschluss des Gesamtvorstandes beschlossen, schriftlich begründet und durch den Präsidenten und einem weiteren Vorstandsmitglied unterzeichnet sein. Dem Pächter wird eine Frist von 30 Tagen zur Räumung der Parzelle zugestanden. Rechtsmittel werden keine gewährt.

 

2. ANTRITT UND ABGABE

2.1. Antritt

Das Pachtland wird vom Pächter in dem Zustand übernommen, in welchem es sich zur Zeit des Vertragsabschlusses befindet.

Der Verpächter übernimmt keine Garantie für die Ertragsfähigkeit des Bodens.

2.2. Entschädigung

Bei Pächterwechsel können Bauten gegen angemessene (Abschreibungsdauer beachten) Entschädigung übergeben werden. Bei Nichteinigung kann die Schätzung durch den Vereinsvorstand allenfalls durch eine Drittperson vorgenommen werden. Falls der abtretende Pächter mit dieser Schatzung nicht einverstanden ist, hat er den Garten vor Vertragsablauf von Kulturen und Bauten entschädigungslos zu räumen.

2.3. Abgabe

Auf den Pachtablauf ist der Garten geordnet, von Wild- und Unkräutern gesäubert, umgegraben und ausgeebnet abzugeben. Andernfalls ist der Vereinsvorstand berechtigt, die Instandstellung auf Kosten des abtretenden Pächters vornehmen zu lassen.

Bei Auflösung des Pachtvertrages werden zuviel geleistete Regiestunden nicht ausbezahlt. Bäume, die nicht geschützt sind, müssen auf Wunsch gefällt werden. Vom Vorstand beanstandete Sträucher, Betonbauten etc. sind zu beseitigen. Die Gartenabgabe beziehungsweise Übergabe erfolgt nur in Anwesenheit eines Vorstandsmitgliedes.

 

3. VEREINS-MITGLIEDSCHAFT

3.1. Mitgliedschaft

Während der Dauer des vorliegenden Pachtvertrages ist der Pächter Mitglied des Vereins.

3.2. Mitgliederbeitrag

Der Verein ist berechtigt Mitgliederbeiträge zu erheben. In diesen sind Abgaben an die Vereinskasse, den Zentralverband, und an den Schweizer Familiengärtner-Verband enthalten.

Die Aufnahme von Gönnern und Passivmitgliedern ist erlaubt.

 

4. UNTERPACHT UND ABTRETUNG

4.1. Unterpacht

Unterpacht ist nur mit dem Einverständnis des Vorstandes gestattet. Der Unterpächter ist verpflichten den Vereinsbeitrag zu zahlen.

4.2. Abtretung an Dritte

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5. VERSCHIEDENES

5.1. Adressänderungen

Adressänderungen hat der Pächter sofort dem Präsidenten zu melden.

5.2. Weisungen des Vorstandes

Den Weisungen des Vorstandes hat der Pächter in allen Fällen Folge zu leisten. Der Verpächter ist befugt, schriftlich oder mündlich weitere verbindliche Weisungen zu erteilen.

5.3. Gemeinsame Arbeiten

Jeder Pächter ist verpflichtet an den vom Vorstand angeordneten gemeinsamen Arbeiten (Regie-Gemeinschaftsarbeiten) mitzuhelfen.

Die Höhe der Ersatzleistung wird vom Vorstand festgelegt.

5.4. Einzäunung

Die Arealeinzäunungen müssen jederzeit zugänglich sein.

5.5. Tierhaltung

Das Halten und Füttern von Tieren jeder Art ist verboten.

Hunde sind im Areal an der Leine zu halten.

5.6. Ertragseinbusse

Der Verein kommt für Ertragsausfälle, welche dem Pächter durch höhere Gewalt (Witterungseinflüsse, Erdrutsche),  Tiere (insbesondere Wildschäden) oder Handlungen Dritter (beispielsweise Diebstahl) erwachsen, nicht auf. Es wird KEINE Ermässigung des Pachtzinses gewährt.

 

6. BAUTEN

6.1. Bauten

Für das Aufstellen von Gartenhäuschen ist das schriftliche Einverständnis des Vereinsvorstandes vorgängig einzuholen. Bauformulare sind beim Vorstand zu beziehen. Es dürfen nur die vom Zentralvorstand erlaubten Typen errichtet werden. Die Häuschen sind dauernd in gepflegtem Zustand zu halten. Pro gepachtete Fläche ist nur ein Gartenhaus zulässig.

Auf einer Grundfläche von 100m2 ist das Aufstellen von Gewächshäusern aus Glas oder farblosem Kunststoff bis zu einer Fläche von 6 m2 gestattet.

Gewächs-, Plastik- und Tomatenhäuser dürfen nicht als Unterstände zweckentfremdet werden.

Folientunnels und Treibbeete sind gestattet. Alle Plastikfolien sind über den Winter zu entfernen.

 

7. BEWIRTSCHAFTUNG

7.1. Instandhaltung

Das Pachtland ist stets in gepflegtem Zustand zu halten. Der Boden ist mit besonderer Sorgfalt zu behandeln, wobei die Stoffverordnung des Bundes einzuhalten ist.

7.2. Düngung

Zur Düngung der Gartenparzellen ist vorwiegend eigener Kompost zu verwenden. Sofern nötig, kann die Düngung mit Mist oder organischen Düngern ergänzt werden. Die Düngegaben sind dem Bedarf der Kulturen anzupassen.

Rein mineralische Dünger (z.B. Ammonsalpeter, Kalkstickstoff) sind verboten.

7.3. Torf

Die Verwendung von Torf ist verboten.

7.4. Pflanzenschutz

Pflanzenschutz Pflanzenbehandlungsmittel dürfen nur bei starkem Schädlingsbefall eingesetzt werden. Sie müssen nützlingsschonend sein und dürfen nur geringe Nebenwirkungen auf die Umwelt aufweisen.

Als vorbeugender Pflanzenschutz sind naturbezogene Massnahmen wie geregelte Fruchtfolge, Mischkulturen, robuste Sorten, Nützlingsförderung, Gründüngung, Mulchen und Einsetzen von Fallen anzuwenden.

7.5. Unkrautvertilgung

Der Einsatz von Unkrautvertilgungsmittel (Herbizide) ist verboten.

7.6. Abfallverbrennung

Das Verbrennen von (grünen) Abfällen, behandeltem Holz und sämtliche Art von Kunststoffen, auch in Cheminées, ist verboten.

7.7. Wasserverbrauch

Das Begiessen mit Schläuchen ist untersagt. Mit Wasser ist sparsam umzugehen. Das Erstellen von privaten Wasseranschlüssen ist nicht gestattet. Es müssen Regenwasserfässer aufgestellt werden.

 

8. LÄRMBEGRENZUNG

8.1. Nacht- und Ruhezeiten

Die Zeit von 22.00 bis 07.00 Uhr wird als Nachtzeit bezeichnet.

Als Ruhezeiten gelten die Zeiten von 12.00 bis 13.30 Uhr und 20.00 bis 22.00 Uhr (Art. 5 Lärmschutzreglement).

 

Lärmverursachende Arbeiten

Während den Nacht- und Ruhezeiten sind lärmverursachende Arbeiten untersagt.

Dieses Verbot gilt sowohl für industrielle, gewerbliche und landwirtschaftliche Tätigkeiten als auch für Haus- und Gartenarbeiten (Art. 6 Lärmschutzreglement).

 

Lärmverursachende Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind verboten.

 

9. VERTRAGSÄNDERUNGEN & ERGÄNZUNGEN

9.1. Änderungen/Ergänzungen

Diese Anordnung gilt für alle getroffenen Abmachungen. Jede Änderung oder Ergänzung bedarf zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen Form (Genehmigung).

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